Yachthafen Hurrikan-Plan

Als Saison für den Hurrikan-Plan gilt die Zeit vom 1. Juni bis 30. November.

Unbeaufsichtigte Yachten

Yachten, auf denen weder der Besitzer noch Skipper anwesend sind, gelten als unbeaufsichtigt. Alle Yachten, die in dieser Zeit unbeaufsichtigt sind, benötigen einen Yachtbeaufsichtigungs-Vertrag. Die Firma oder Person, die mit der Beaufsichtigung betraut worden ist, verpflichtet sich, sich um die Yacht zu kümmern, alle notwendingen Vorsichtsmassnahmen zu treffen und die nachfolgenden Richtlinien einzuhalten.

Beaufsichtigte Boote müssen die Weisungen im Hurrikan-Plan befolgen und mit der Marina kooperieren, andernfalls werden sie gebeten, die Marina zu verlassen..

Island Dreams und Palm Tree Marine sind zur Zeit die einzigen Unternehmen in Le Phare Bleu, die Yachtbeaufsichtigungs-Dienste anbieten.

Wetter Observierung

Der Le Phare Bleu Yachthafen beobachtet die Wetterentwicklung täglich via NOAA (National Oceanic and Atmospheric Administration) und anderen Webseiten. Somit wissen wir sofort wenn ein Wetter-System die Küste von Afrika verlässt. Es dauert dann noch mehrere Tage bis sich ein System entwickelt und eventuell eine Bedrohung für die Karibik wird. Falls nötig können wir somit sehr früh notwendige Massnahmen ergreifen. Systeme, die sich in den Breitengraden 0-10 Nord entwickeln oder bewegen, werden besonders beobachtet. Da Wetter-Systeme im Atlantik-Becken verschiedenen Einflüssen unterliegen und mehr südlich gedrückt werden können, beobachten wir aber alle tropischen Systeme.

Yacht Sturm/Hurrikan Vorbereitung

Unsere Erfahrung hat gezeigt, je mehr Zeit vor einem möglichen Sturm bleibt, desto besser. Deshalb sind wir der Meinung, Yachten sollten zu Beginn der Hurrikan-Saison so weit wie möglich für einen Sturm vorbereitet werden.

Phase I: Yacht Hurrikan Vorbereitungen
Folgende Vorkehrungen müssen vor dem 1. Juni oder bei Ankunft der Yacht getroffen werden. Falls die Yacht beaufsichtigt ist, oder während der Hurrikan Saison benutzt wird, muss der Besitzer, oder das Unternehmen welches für die Beaufsichtigung veranwortlich ist, dafür sorgen, dass die folgenden Massnahmen prompt ausgeführt werden.

  • Yachtsbug richtet sich gegen Süden – in die Richtung von möglichem Schwell
  • Alle Segel entfernen
  • Canvas entfernen (falls als Schutz vor Sonne für Deck und GRP benötigt, kann dies bis vor Beginn des Sturms gemacht werden).
  • Alle beweglichen Objekte auf dem Deck sind sicher verstaut
  • Falls möglich, den Baum aufs Deck absenken und schützen, um Schaden am Deck zu verhindern.
  • Propeller, Bugstrahlruder (falls eingebaut) und Ruder periodisch reinigen und sicherstellen, dass das Boot unter eigenem Antrieb manövriert werden kann.
  • Leinen, Fender und Anker sind zugänglich
  • Soweit wie möglich sind Hauptmaschine und Batterien monatlich zu testen, Benzin- und Wassertanks sind voll, Benzinfilter sauber, Batterien aufgeladen, Bilgen sauber, Abflüsse im Cockpit frei, Feuerlöschgeräte funktionsfähig, Rettungsgeräte zugänglich und in gutem Zustand

Phase II: Yacht Hurrikan Vorbereitung

Folgende Massnahmen müssen ausgeführt werden, wenn eine Sturm- oder Hurrikan-Warnung erfolgt, im besten Fall auch frührer, falls schlechtes Wetter zu erwarten ist.

Le Phare Bleu hat in der Bucht Moorings, die für schlechtes Wetter vorgesehen sind. Diese Moorings sind mit drei (3), 2.4m Sandschrauben verankert, angekettet an einen 3-Tonnen-Block mit 20mm Kette. 30mm-Leine verbindet die Mooring mit der Boje.

Plan von Schlechtwetter Mooring (Haltekraft 5,2 Tonnen):

Yachten werden an diese Moorings versetzt oder, falls von Le Phare Bleu bewilligt und angeordnet, in der Marina an einem ‚Doppel-Liegeplatz‘ festgemacht.

‘Doppel-Liegeplatz’ bedeutet, dass die Yachten nicht nah genug sind, sich zu berühren, ausser die Leinen reissen.

Die Yachten werden folgendermassen gesichert.

  • Mehr als 10 Fuss vom Dock vertäut
  • Verankert an der Marina Mooring vom Bug oder Heck mit einer 30mm Leine(Mooring besteht aus Sandschrauben und 3-Tonnen Block)
  • Zusätzliche Bootsanker, im V-Schema, vom Bug oder Heck
  • Alle Mooring-Leinen werden vom stärksten Teil der Yacht geführt (z.B. vom Mast, falls der Mast auf dem Kiel steht, Samson Pfosten oder Ankerwinde etc.)
  • Zusätzliche Leinen von allen verfügbaren Klampen und anderen starken Stellen (wie Winschen) an die Klampen auf das Hafendock
  • Scheuerschutz, bestehend aus starkem Schlauch oder ähnlichem Material, angebracht an allen gefährdeten Stellen.
  • Leinen dürfen nicht an mehr als einer Klampe angebracht werden – jede Klampe muss ihre eigene Leine haben
  • Leinen müssen mit Palstek am Dock gesichert werden, Festmacherleinen müssen in gutem Zustand und geeignet sein – keine Taue. Keine Yacht darf an den End-T’s oder am Aussendock liegen bleiben.

Der Yachthafen behält sich das Recht vor, gegen Verrechnung, Yachten mit geeigneten Leinen und Schutzmaterial auszurüsten, falls eine Yacht nicht genügend oder nicht geeignetes Material zur Verfügung hat. Falls etwas unklar ist, diskutieren Sie es bitte mit dem Leiter des Yachthafens.

Alle Yachten, ob vor Anker oder im Yachthafen, sollten wie folgt vorbereitet sein:

  1. Alle Vorbereitungen von Phase I geprüft und abgeschlossen
  2. Alles laufende Gut entweder entfernt oder vom Losreissen gesichert
  3. Lose Gegenstände unter Deck gesichert
  4. Luken/Klappen geschlossen und verriegelt und Ventilatoren wenn möglich abgedeckt.
  5. Nach Beendigung der Sturmvorbereitung und vor dem Sturm, die Yacht fotografieren, als nützliche Dokumentation im Falle eines Hurrikans
  6. Niemand an Bord während eines Sturms oder Hurrikans

Damit der obenaufgeführte Plan durchgeführt werden kann, trifft der Yachthafen folgende Massnahmen.

  1. Der Yachthafen schränkt die Belegung während der Hurrikan-Saison ein.
  2. 2 Die Schlechtwetter-Anker, die Docks und deren Moorings, Anker und zugehörige Ausrüstung, werden jährlich gewartet und regelmässing vom Yachthafen untersucht und geprüft.